Willkommen

Willkommen beim Internet Angebot der interdisziplinären deutschsprachigen Liste "Menschliches Verhalten in evolutionärer Perspektive".Sie finden auf diesen Seiten eine Liste mit Adressen von Forschern und Personen verschiedener Teildisziplinen, die im Bereich des menschlichen Verhaltens im Kontext der Evolutionstheorie arbeiten. Desweiteren bieten wir aktuelle Informationen, Termine, Buecher und Texte zum Thema.

Sie wollen für die MVE-Liste Werbung machen? Dann verbreiten Sie doch einfach diesen Flyer pdf Datei des Tagungsprogrammes unter Ihren KollegInnen. Helfen Sie mit, das Netzwerk weiter zu vergrößern!
© Diese Seite wird betrieben von Benjamin P. Lange, Lars Penke und Sascha Schwarz (z.Zt. Webmaster).
Logo design von Petra Becher "Die Kreativalm"


Aktuelle Nachrichten / News:

Call for abstracts Ad-hoc session "Evolutionäre Soziologie: Zum Verhältnis von Evolutionstheorie und Soziologie" (ÖGS, Salzburg)

Ad-hoc-Session “Evolutionäre Soziologie: Zum Verhältnis von Evolutionstheorie und Soziologie”
Organisation: Manfred Hammerl (Universität Graz)

Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie, 26.-28. September 2019, Salzburg

Diese Ad-hoc-Session knüpft an die beiden bereits erfolgreich zu diesem Thema durchgeführten Sessions (ÖGS-Kongresse 2015 bzw. 2017) an. Während evolutionäre Erklärungen in den vergangenen Jahrzehnten in zahlreichen Disziplinen aufgenommen wurden fristet das Feld der Evolutionären Soziologie nach wie vor ein Schattendasein. Die sog. Evolutionary Behavioral Sciences (z.B. Evolutionäre Psychologie, Soziobiologie, Verhaltensökologie) tragen mit ihren Befunden fortwährend und in immer breiterem Umfang zum tieferen Verständnis sozialer Phänomene bei. Die Soziologie, so scheint es meist, bemüht sich eher noch um Abgrenzung und vernachlässigt die menschliche Evolutionsgeschichte teils systematisch in ihren Erklärungsmodellen. Dies mag nicht selten an Missverständnissen bzw. falschen Annahmen über evolutionäre Erklärungen liegen. Insbesondere im deutschsprachigen Raum finden sich nach wie vor nur vereinzelt evolutionäre Beiträge in der soziologischen Literatur.

Dabei hat dieser Diskurs bereits Ende der 1970er Jahre begonnen. Soziologen wie Ellis (1977), Van Den Berghe (1978), Meyer (1982) oder Nielsen (1994) sprachen sich schon frühzeitig für ein Nachdenken darüber aus, ob aus den evolutionären Disziplinen nicht doch überaus nützliches für die Soziologie ans Licht kommen könnte. Lange Zeit gab es jedoch Ressentiments, wohl aus der Befürchtung einer Vereinnahmung der Soziologie durch die Biologie heraus. Tatsächlich können sich die Disziplinen untereinander aber nur ergänzen und von den Erkenntnissen der jeweils anderen lernen. In den letzten beiden Jahrzehnten konnte so auch ein geringfügiger Anstieg sozialwissenschaftlicher evolutionärer Forschung verzeichnet werden. Das Handbook on Evolution and Society: Toward an Evolutionary Social Science (Turner/Machalek/Maryanski 2015) sowie das Oxford Handbook of Evolution, Biology, and Society (Hopcroft 2018) geben einen Überblick, wie das Feld der Evolutionären Soziologie heute zu deuten ist.

Ziel dieser Ad-hoc-Session ist es, bereits auf diesem Gebiet forschende SoziologInnen, Forschende aus evolutionären Disziplinen (Evolutionspsychologie, Soziobiologie, Verhaltensökologie usw.) sowie alle daran Interessierten zur Diskussion zusammen zu bringen. Darüber hinaus soll im Anschluss an die Session auch Gelegenheit sein, um über künftige Aktivitäten wie etwa eine Vernetzung zu diskutieren.

Zur Einreichung möglich ist ein breites Spektrum an Beiträgen, seien es konzeptionelle Beiträge, empirische Beiträge oder Diskussionsbeiträge. Das Themenspektrum kann dabei u. a. folgende sozialwissenschaftlich wie auch evolutionär höchst relevante Themengebiete umfassen: Attraktivitätsforschung, Cultural Evolution, Evolutionäre Demografie, Familienforschung, Geschlechterforschung, Gesundheitsforschung, Konsumverhaltensforschung, Life History (Strategy) Forschung, Soziale Ungleichheit, Stadtforschung.

Diese Aufzählung ist natürlich nicht vollständig, Einreichungen aus sämtlichen Bereichen der evolutionären sozialwissenschaftlichen Forschung sind höchst willkommen. Bitte senden Sie einen Abstract bzw. eine kurze Skizze Ihres Beitragsvorschlags im Umfang von bis zu 400 Wörtern / 3.000 Zeichen bis spätestens 31. März 2019 an Manfred Hammerl (KFU Graz):
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Link zur Website des ÖGS-Kongresses: https://oegs.ac.at/oegs-kongress-salzburg2019/

Neuerscheinung: Jahrbuch Interdisziplinäre Anthropologie "Das Eigene & das Fremde" (Hrsg. Gerald Hartung und Matthias Herrgen mit Leitartikel von Christoph Antweiler, 2019)



Die Frage nach dem ‚Eigenen‘ in Kontrast zu einem wie auch immer gearteten ‚Fremden‘ ist auf vielen Ebenen, sowohl in der Gesellschaft als auch in den Wissenschaften, eine theoretische wie praktische Herausforderung. Damit einhergehende Grenzziehungen, die eine Trennung zwischen dem Eigenen und Fremden, dem Vertrauten und Unvertrauten lebensweltlich umsetzen, sind gegenwärtig zu einer virulenten gesellschaftlichen Problemstellung geworden. Nicht zuletzt durch Debatten im Umfeld rezenter Migrationsprozesse werden genau diese Grenzen zwecks Aufhebung einer als unhaltbar apostrophierten Trennung entweder kritisiert, oder aber deren Aufrechterhaltung respektive Verschärfung zwecks Konservierung einer angeblich notwendigen Distanzierung eingefordert. In den zur Anwendung kommenden Argumentationsmustern sind nicht zuletzt vermeintliche anthropologische Gewissheiten im Spiel. Dass die Debatte über Grenzen und Grenzziehungen zwischen Ethnien und Kulturen keine bloß rezente politische Episode ist, sondern offensichtlich ein zentraler Baustein der weltgestaltenden Dimension des handelnden Menschen war und ist, führt uns mitten in das Aufgabenfeld einer interdisziplinären Anthropologie.

Link zum Heft:
https://www.springer.com/de/book/9783658248680

Link zur Website:
http://interdisziplinaere-anthropologie.de/

Weitere Beiträge ...

  1. Neuerscheinung: "Die andere Hälfte der Heilung" (Leander Steinkopf, 2018)
  2. 1. Call for papers zur 19. MVE-Tagung 2019 am Hanse Wissenschafts Kolleg (HWK) in Delmenhorst (Organisation Kai Willführ und Sebastian Schnettler)
  3. Neuerscheinung: "Die Evolution der Kohäsion. Sozialkapital und die Natur des Menschen" (Christoph Meißelbach, 2019)
  4. Neuerscheinung: "The Oxford Handbook of Evolutionary Medicine" (Eds. Martin Brüne & Wulf Schiefenhövel, 2019)
  5. EHBEA Tagung 2019 in Toulouse (24.-26.4.2019)
  6. EHBEA: Calls for committee members & New Investigator Award
  7. 2. Call for papers 18. MVE-Tagung 2018 in Frankfurt a. M. (Organisation Anke Kuper)
  8. Nachruf: Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Begründer der Humanethologie und des humanethologischen Filmarchivs ist gestorben*
  9. Stellenausschreibung: 1x Promotionsstelle (65% E13) im Graduiertenkolleg "Social Relationships" (Prof. Dr. Lars Penke), Georg August Universität Göttingen
  10. 8. Günter Tembrock Lecture (Senatssaal der HU Berlin) am 07.06.2018
  11. Rezension "Homo urbanus" (Elisabeth Oberzaucher) von Wulf Schiefenhövel
  12. 1. Call for papers 18. MVE-Tagung 2018 in Frankfurt a. M. (Organisation Anke Kuper)
  13. Call for papers ad hoc Arbeitsgruppe auf Tagung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
  14. Stellenausschreibung: 12x Promotionsstellen (65% E13) im Graduiertenkolleg "Social Relationships" (Psychologie, Verhaltensbiologie, Linguistik), Georg-August-Universität Göttingen
  15. Stellenausschreibung: Assistant Professor in Social Psychology (VU Amsterdam) für 5 Jahre (Tenure Track)
  16. EHBEA: Vorteile einer Mitgliedschaft
  17. Neuerscheinung: Homo urbanus (Elisabeth Oberzaucher)
  18. EHBEA-Tagung in Pécs (Ungarn) (4.-7.4.2018)
  19. EHBEA Student Research Grant & Workshop Grant (März 2018)
  20. HBES-Tagung in Amsterdam (4.-7.7.2018)

Anmeldung mit eMail-Adresse oder Benutzername