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Willkommen beim Internet Angebot der interdisziplinären deutschsprachigen Liste "Menschliches Verhalten in evolutionärer Perspektive".Sie finden auf diesen Seiten eine Liste mit Adressen von Forschern und Personen verschiedener Teildisziplinen, die im Bereich des menschlichen Verhaltens im Kontext der Evolutionstheorie arbeiten. Desweiteren bieten wir aktuelle Informationen, Termine, Buecher und Texte zum Thema.

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Aktuelle Nachrichten / News:

1. Call for papers zur 19. MVE-Tagung 2019 am Hanse Wissenschafts Kolleg (HWK) in Delmenhorst (Organisation Kai Willführ und Sebastian Schnettler)

Tagungsthema: Darwinische Evolutionswissenschaften und Kultur- und Sozialwissenschaften – Streiten sie noch? Oder lernen Sie schon (voneinander)?

Die diesjährige Tagung der MVE-Liste findet vom 12.-14. September 2019 am Hanse-Wissenschaftskolleg (Institute for Advanced Study) in Delmenhorst statt.

Ausgerichtet wird die Tagung durch die Arbeitsgruppe Methoden der empirischen Sozialforschung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in enger Kooperation mit dem Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst, das die Tagungsorganisation maßgeblich unterstützt und auch die Räumlichkeiten für die Tagung zur Verfügung stellt.

Call for Abstracts/Papers

15. Juli 2019 - Einreichungsfrist für Einzelbeiträge

Die Darwinische Evolutionstheorie ist in den letzten Jahrzehnten in die Kerndisziplinen der Sozial-, Kultur- und Geschichtswissenschaften vorgedrungen. Evolutionswissenschaftler*innen formulieren dabei Theorien, die nicht nur beanspruchen, die Formen menschlichen Zusammenlebens beispielsweise innerhalb von Familien zu erklären, sondern sie beziehen gesellschaftliche, kulturelle und historische Entwicklungen in ihren Erklärungsanspruch mit ein. Gerade im deutschsprachigen Raum ist diese Expansion nicht immer herzlich begrüßt worden. Seit einiger Zeit lässt sich jedoch eine zunehmende Bereitschaft innerhalb vieler Teile der Sozial- und Kulturwissenschaften beobachten, sich mit evolutionsbiologischen Erklärungen menschlichen Verhaltens konstruktiv auseinanderzusetzen. Dabei dominieren jedoch programmatische Beiträge. Empirische Arbeiten, die ganz konkret und auf kleinteiliger Ebene das Zusammenspiel sozialer, kultureller und biologischer Mechanismen untersuchen, und theoretische Arbeiten, die ebenso kleinteilig an einer Integration sozialwissenschaftlicher mit evolutionsbiologischen Theorien arbeiten, sind hingegen nach wie vor rar. Wir möchten die Tagung der MVE Liste im Jahr 2019 daher nutzen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit der genannten Wissenschaften im deutschsprachigen Raum zu stärken.

Daher laden wir insbesondere folgende Arten von Einreichungen ein: (1) empirische Beiträge, die den Zusammenhang biologischer und kultureller bzw. sozialer Mechanismen untersuchen; (2) theoretische Beiträge, die sich um die Integration sozialwissenschaftlicher mit evolutionsbiologischen Forschungsliteraturen bemühen; (3) wissenschaftssoziologische Arbeiten, die das Spannungsfeld zwischen Evolutionsbiologie und Sozialwissenschaften empirisch oder theoretisch in den Blick nehmen. Dabei setzen wir u.a. auf folgende Themenschwerpunkte, allerdings berücksichtigen wir auch Einreichungen, die sich nicht unmittelbar einem dieser Schwerpunkte zuordnen lassen.

  • Zusammenhang proximater sozialer und biologischer Verhaltenskorrelate (z.B. im Rahmen der Soziogenomik, Neurosoziologie oder Verhaltensendokrinologie)
  • Evolutionäre Mechanismen und Prozesse außerhalb der biologischen Evolution (z.B. Evolution sozialer und kultureller Systeme, Memetik)
  • Geteilte Methoden (insb. evolutionäre Spieltheorie)
  • Theoretische Klärung des Verhältnisses evolutions und kultur-/sozialwissenschaftlicher Theorien (z.B. in Bezug auf vermeintlich theoretische Herausforderungen wie Altruismus oder Kooperation)
  • Wissenschaftssoziologische Arbeiten zur tatsächlichen interdisziplinären Kooperation (z.B. Zitationsnetzwerke, Befragungen zu den Kooperationsbarrieren)

Bei der Auswahl der Beiträge wird auf eine interdisziplinäre Zusammensetzung von Wissenschaftler*innen geachtet und die Tagung wird ausgiebig Zeit für Diskussion bieten. Dies soll ermöglichen, auch außerhalb einzelner Vorträge zu erörtern, was die Darwinischen Evolutionswissenschaften und die Kultur-/Sozialwissenschaften in Theorie und Empirie voneinander lernen können und welche Barrieren trotz aller Bereitschaft zur Zusammenarbeit gegebenenfalls in der ganz alltäglichen Forschungsarbeit bestehen. Ein Schwerpunkt der Diskussion soll dabei auch darin bestehen, zu erkunden, wann sich die unterschiedlichen Ansätze tatsächlich unvereinbar gegenüberstehen und wann es sich eher um Scheinkonflikte handelt, die Missverständnissen und den Schwierigkeiten interdisziplinärer Kommunikation geschuldet sind.

Formalitäten zur Einreichung:

Interessierte Wissenschaftler*innen sind herzlich eingeladen, ein Abstract zum geplanten Beitrag (mit Informationen zu Gegenstand, Fragestellung, Zielsetzung und Struktur des Beitrags) im Umfang von 300 bis 500 Worten bis zum 15. Juli 2019 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (siehe auch hier) als Word- oder PDF-Datei einzureichen. Das Abstract soll neben einer Kurzbiographie im Umfang von maximal 10 bis 12 Zeilen auch vollständige Kontaktdaten (Name, akademische/r Titel, institutionelle Zugehörigkeit, Postadresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse) enthalten. Extended Abstract oder ganze Arbeitspapiere können zusätzlich eingereicht werden. Eine Rückmeldung zu Annahme oder Ablehnung des Beitragsvorschlags soll bis Mitte August 2019 erfolgen.


Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage zur Tagung unter www.uol.de/mve2019

Neuerscheinung: "Die Evolution der Kohäsion. Sozialkapital und die Natur des Menschen" (Christoph Meißelbach, 2019)



Das Buch demonstriert den Mehrwert eines evolutionären Menschenbildes für die Sozialwissenschaften am Fall der Sozialkapitaltheorie. Es führt vor Augen, dass zentrale Aporien und Defizite der Ansätze von Bourdieu, Coleman, Putnam und anderen letztlich auf inkonsistente Annahmen zur Natur des Menschen zurückgehen. Diese Probleme werden dann mithilfe von Wissensbeständen aus Evolutionspsychologie, Soziobiologie und evolutionärer Anthropologie konstruktiv bearbeitet. Die Studie gewährt differenzierte Einsichten in die psychosozialen Kausalmechanismen hinter der Hervorbringung von Sozialkapital, entwirft eine darauf aufbauende Typologie und liefert innovative Perspektiven auf die Zentralkategorien der Sozialkapitaltheorie: soziale Netzwerke, Vertrauen, geteilte Normen und Werte. Sie gibt zudem neue Impulse für sozialwissenschaftliche Grundsatzdebatten im Zusammenhang mit Rationalität, Norminternalisierung, sozialem und kollektivem Handeln sowie dem Mikro-Makro-Problem.

Die Dissertationsversion dieses Buches wurde im Jahr 2017 vom Club of Vienna und der Stadt Wien mit dem Rupert-Riedl-Preis und von der Technischen Universität Dresden mit dem Georg-Helm-Preis ausgezeichnet.

Erschienen ist das Buch im Rahmen der Reihe "Studien zur interdisziplinären Anthropologie" (hrsg. von Gerald Hartung, Bergische Universität Wuppertal) im Springer Verlag. Eine Rezension wird auch im "Jahrbuch Interdisziplinäre Anthropologie" erscheinen. Wenn Sie ebenfalls Interesse an einer Rezension des Buches haben, dann wenden Sie Sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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