• Geschrieben von Bernd Ehlert

Der Mangel an „tiefem Nachdenken“

Rezension zu Konrad Lorenz: „Die Rückseite des Spiegels“, München 1987

Viele Erkenntnisse von Konrad Lorenz zur Biologie gelten heute als überholt oder gar falsch. Seine Person wird wegen seiner Tätigkeiten in der von den Nazis gleichgeschalteten Wissenschaft zudem moralisch geächtet, wobei ihm unterstellt wird, dass es ihm auch in allen seinen Arbeiten als Biologe nach dem Krieg stets  nur um die von der Nazi-Ideologie propagierten Rassenpflege ging. Diese Kritik wurde vor allem durch zwei Äußerungen in einem Interview ausgelöst, das Lorenz kurz vor seinem Tod der Zeitschrift „Natur“ gegeben hatte. Er sagte dort, dass man angesichts der Überbevölkerung...

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  • Geschrieben von Bernd Ehlert

Sozialdarwinismus und Soziobiologie als Folge von Darwins Irrtum

Nach den desaströsen Erfahrungen mit dem Sozialdarwinismus entstand nach dem zweiten Weltkrieg eine neue Theorie der sozialen Evolution einschließlich des menschlichen Seins. Der amerikanische Biologe Edward O. Wilson etablierte sie 1975 unter dem Namen »Soziobiologie« als neue naturwissenschaftliche Disziplin und galt seitdem als ihr »Vater«. Aufgrund neuer, empirisch gewonnener Erkenntnisse verwirft Wilson heute jedoch nach fast 40 Jahren diese zwischenzeitlich überall etablierte Theorie zum Entsetzen und Widerspruch ihrer Anhänger und wissenschaftlichen Vertreter wieder vollständig. Er vertritt heute eine neue Theorie der Entwicklung des Sozialen, bei der er wieder auf die sogenannte...

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  • Geschrieben von Bernd Ehlert

Der „Gral“ und die natürliche „Zauberkraft“ des menschlichen Seins.

Rezension zu Edward O. Wilson: „Die soziale Eroberung der Erde“, München 2013

Der größere Rahmen und Zusammenhang, in dem dieses Buch von Wilson zu betrachten ist, ist dadurch gegeben, dass im Mittelalter die Menschen in Europa ein einheitliches und in sich geschlossenes Weltbild besaßen, das die entscheidenden Fragen des Menschen nach seinem Woher, seinem wahren Sein und seinem Wohin umfassend beantwortete. Dieses Weltbild war ein religiöses und mythisches. Der Mythos bestand in der Idee eines übernatürlichen Schöpfergottes, der den Menschen und seine Kultur aber auch die den Menschen umgebende Natur und Welt geschaffen hat. Sinn, Verhalten und Aufgabe des Menschen waren allein durch...

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  • Geschrieben von Bernd Ehlert

Der menschliche Geist in der Evolution: „Affengeist“ oder mehr? Eine kritische Hinterfragung von Michael Blumes „Evolution und Gottesfrage“

 

Michael Blume, „Evolution und Gottesfrage“, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2013

Der Religionswissenschaftler Michael Blume verfolgt in diesem Buch mutig den Weg, die Gottesfrage interdisziplinär von der Evolution her anzugehen. Dabei bringt er allerdings ausführlich den evolutionären Theismus mit einer göttlich begründeten Emergenz von Darwins Zeitgenossen William Graham ins Spiel, von dessen Buch der studierte Theologe Darwin am Ende seines Lebens sehr angetan war. Doch der zwischenzeitlich bekennende Agnostiker Darwin lehnte diesen Theismus als Erklärung dafür, dass das Universum kein Resultat des Zufalls sei, sondern einer Zielgerichtetheit und einem göttlichen Willen...

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  • Geschrieben von Peter Mersch

"Die egoistische Information", 4. Auflage

Mein Buch "Die egoistische Information" ist mit Datum vom 27.01.2015 in einer 4., erweiterten und völlig überarbeiteten Auflage (jetzt 528 Seiten) erschienen.

Siehe hier: http://www.amazon.de/dp/1507685505/

Prof. Dr. Dr. Gerhard Vollmer (Mitbegründer der Evolutionären Erkenntnistheorie):
"Merschs größte Leistung besteht darin, dass er ein geeignetes Abstraktionsniveau für eine universelle Evolutionstheorie gefunden hat. Es gelingt ihm, seine Theorie so zu formulieren, dass sie sowohl die biologische als auch die soziale Evolution angemessen beschreibt. Insbesondere gelingt es ihm, das für die Ökonomik grundlegende Theorem der komparativen Kostenvorteile aus seinen Grundannahmen abzuleiten. Das...

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