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Willkommen beim Internet Angebot der interdisziplinären deutschsprachigen Liste "Menschliches Verhalten in evolutionärer Perspektive".Sie finden auf diesen Seiten eine Liste mit Adressen von Forschern und Personen verschiedener Teildisziplinen, die im Bereich des menschlichen Verhaltens im Kontext der Evolutionstheorie arbeiten. Desweiteren bieten wir aktuelle Informationen, Termine, Buecher und Texte zum Thema.

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Aktuelle Nachrichten / News:

Call for papers ad hoc Arbeitsgruppe auf Tagung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Call for papers Ad-hoc-Gruppe "Evolutionäre Soziologie" (Tagung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, 24.-28.09. in Göttingen)

Organisationsteam: Andreas Filser, Sebastian Schnettler & Kai Willführ Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

„Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen“, 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, 24.-28. September 2018, Universität Göttingen

Trotz einer anhaltenden Skepsis lässt sich seit einigen Jahren von den USA ausgehend eine vorsichtige Öffnung der Soziologie für evolutionäre Ansätze zur Erklärung menschlichen Verhaltens beobachten (Schnettler 2016). So existiert seit einigen Jahren die „ASA Section on Evolution, Biology & Society“ (Blute 2015). Im Jahr 2008 noch fragte Peter Bearman sehr zurückhaltend in der Einleitung zu einer Spezialausgabe des American Journal of Sociology zum Thema "Exploring Genetics and Social Structure": "Are genes good to think with [for sociologists]?" (Bearman 2008). Eine mögliche Erklärung für die Zurückhaltung liefert er gleich mit: denn es gibt in der Soziologie Vorbehalte gegenüber evolutionstheoretischen Erklärungsansätzen, die sich in der Sorge vor biologischem Determinismus, Missbrauch für eugenische Zwecke und Legitimationsverlust für die Soziologie als Wissenschaft begründen (Meloni 2014).

Aktuelle Beiträge an der Schnittstelle von Soziologie und Biologie machen aber deutlich, dass diese Sorgen wenig begründet sind (Meloni 2014). So zeigen aktuelle verhaltensgenetische Arbeiten, dass Gene und Umwelt nicht etwa als additive oder gar sich entgegenstehende Einflussfaktoren auf Verhalten zu verstehen sind, sondern dass Gene und sozialer Kontext in vielfältigster Weise in Wechselbeziehung zu einander stehen (Conley und Fletcher 2017; Diewald 2010). Ebenso zeigen Arbeiten zu hormonellen Einflüssen auf Verhalten die komplexe Ko-Determination von Verhalten, sozialem Kontext und individuellen Hormonkonzentrationen im Lebensverlauf (zB. Booth et al. 2006). Somit heben sich Arbeiten einerseits von einem biologischen Determinismus und andererseits von einem radikalen sozialen Konstruktivismus ab.

Die hier angekündigte Ad-hoc Gruppe knüpft an die erfolgreiche Ausrichtung gleichnamiger Veranstaltungen bei den letzten beiden DGS-Kongressen an und widmet sich wieder Fragen wie: was kann die Integration biologischer Erklärungsansätze in die Soziologie leisten? Was kann die Soziologie zur Aufklärung des komplexen Zusammenspiels biologischer, kultureller und sozialer Mechanismen beitragen? Lässt sich eine Anschlussfähigkeit zu den Lebenswissenschaften herstellen, die sich seit Jahren öffentlichkeits-wirksam mit evolutionären Einflüssen auf menschliches Verhaltens beschäftigen? Die Ad-hoc Gruppe soll erneut ein Forum für verschiedene Forschungsbeiträge an der Schnittstelle von Biologie und Soziologie in der deutschsprachigen Soziologie bieten, z.B. für Beiträge, die sich mit hormonellen, genetischen oder neurophysiologischen Einflüssen auf menschliches Verhalten beschäftigen (z.B. im Rahmen der „sociogenomics“ und „neurosociology“). Es werden aber auch Arbeiten gesucht, die Verhalten im Hinblick auf eine ultimative Kausalitätslogik und mit Bezügen zur Evolutionsbiologie oder –psychologie untersuchen. Bevorzugt werden Beiträge, die die Interaktion sozialer bzw. kultureller Mechanismen mit biologischen Mechanismen empirisch untersuchen oder die empirische Umsetzung biosozialer Fragestellungen explizit zum Thema machen.

Wir erbitten die Einreichung eines Abstracts (max. 2400 Zeichen inkl. Leerzeichen) bis zum 30. April 2018 an die Organisatoren der Ad-hoc Gruppe :

Andreas Filser, CvO Universität Oldenburg, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | Sebastian Schnettler, CvO Universität Oldenburg, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. | Kai Willführ, CvO Universität Oldenburg, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Stellenausschreibung: 12x Promotionsstellen (65% E13) im Graduiertenkolleg "Social Relationships" (Psychologie, Verhaltensbiologie, Linguistik), Georg-August-Universität Göttingen

Beginning with October 1st, 2018, the RTG Understanding Social Relationships offers 12 PhD positions. The salary is in accordance with the German public service salary scale (E13 TV L) with 65% of the regular working hours (25.87h) for up to three years.

Ideal candidates have a background in one of the scientific disciplines (or related fields) represented in this RTG. A strong motivation to conduct research, the willingness to engage in scientific exchange with other disciplines and the ability to work independently are essential.

Additional requirements:

  • A good M.Sc. degree (or equivalent) in Behavioral or Cognitive Biology, Psychology, Linguistics, Psycholinguistics or similar fields
  • Very good English skills (written and spoken)
  • Good statistical and analytical abilities are a plus (preferentially R or SPSS skills)
  • In relation to the chosen project, experience in one or more of the following areas is beneficial: observational or experimental studies with human children or adults, deaf adult signers, or non-human primates in captive and / or field conditions, EEG, eye-tracking, individual differences, behavioral endocrinology
  • Some projects include prolonged periods of fieldwork in Thailand or Senegal. Candidates interested in these projects must be physically fit and able to cope with field work conditions (working in remote areas, long working hours, intercultural challenges, etc.). Working experience in the field is beneficial
  • Some projects include the work with children and German skills are advantageous for those projects


How to apply:

An application requires the submission of the following documents:

    • Motivation letter (max. 2 pages), indicating your interest in the RTG and explicitly specifying one to two research projects you are applying for. For detailed information on the projects please see Projects
    • Curriculum vitae, including publication list (if applicable)
    • Certificates of all university degrees; please provide a translation, if certificates are not in German or English
    • Names and full contact details (incl. phone and email) of two academic reference persons
    • Certificates of additional qualifications (if applicable)

      All documents should be written in English and submitted in pdf form via the
application portal
      .

      Closing date is
April 10th, 2018
      .


      Please contact the RTG Coordination office in case of questions (
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    ).

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